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Katholiken vergleichen Feminismus mit Nationalsozialismus

Die katholische Organisation Hazte Oír fährt mit einem Bus gegen den Feminismus vor.

Dass die katholische Kirche in Spanien zu den Sympathisanten der Franco-Diktatur gehört, ist allgemein bekannt. Dank des Auftriebs der Faschisten, fühlen sie sich bestärkt darin, die Frauenrechte wieder zurückzufahren.

Auch die faschistische Partei VOX in Spanien versucht, die Frauenrechte zurückzudrängen. Frauen sollen für Heim und Herd und Kinder da sein, mehr nicht. So lautet sinngemäß die Forderung der Rechtsextremen und vor allem bei der Kirche rennt man damit offene Türen ein. Mehr noch, die katholische Organisation Hazte Oír fährt nun eine unglaubliche Kampagne.

Hazte Oír, was sinngemäß heißt: lass Dich hören, hat eine Kampagne gestartet, bei der man mit einem Bus durch die Gegend fährt. Auf dem Bus ist ein Hitlerbild gemalt und darunter steht ein Hashtag “Feminazis”. Erstaunlich, dass gerade diese Vereinigung damit wirbt, fühlen sie sich dem Faschismus sonst doch sehr nah.

Es zeigt aber, wie populistisch nun auch die Kirche in Spanien vorgeht, um ihre Pfründe zu halten. Sie fordern die Neoliberalen, die Konservativen und die Faschisten ganz offen auf, die Rechte von Frauen zu bescheiden. Vor allem das Gesetz gegen Gewalt an Frauen soll abgeschafft werden!

So fährt denn der Bus tatsächlich bis zum 8. März durch das Land und soll vor allem Männer erreichen, sie würden ja unter dem Gesetz leiden. Derart sprechen sie auch nicht von Gewalt gegen Frauen, sondern von häuslicher Gewalt. Die Route führt den Bus durch Barcelona, Valencia, Sevilla, Cádiz und Pamplona.

Solche Aktionen müsste man aufhalten, wenn man ein modernes und demokratisches Spanien will – was im Gegensatz zu den Faschisten und der katholischen Kirche steht, die ganz offen gemeinsam agieren.