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Spaniens Konservative schrecken vor nichts zurück

Die spanischen Konservativen diskreditieren den Premierminister, er würde Ostern nicht respektieren.

Die konservativen Kräfte in Spanien schrecken vor gar nichts zurück, um wieder an die Macht zu kommen. Davon zeugen die neuen, unglaublichen aber vermeintlichen Argumente der Konservativen.

Die konservative Partei in Spanien ist die PP, die vor allem wegen der Korruptionsvorfälle zurücktreten musste. Allen voran der Premierminister unter der konservativen Regierung. Doch die Sozialdemokraten (PSOE) sind nun an der Macht. Da man aber eine Minderheitsregierung anführt und der Haushalt deswegen nicht angenommen wurde, hat der Premierminister Sánchez Neuwahlen im April angekündigt.

Die PP demonstrierte gegen den Premier zusammen mit den Faschisten von der VOX-Partei. In Andalusien ist man sogar mithilfe der Faschisten an die Macht gekommen und das gleiche plant man auf nationaler Ebene. Um hierbei mehr Stimmen einzufangen, macht man nun religiöse Stimmung gegen die PSOE.

Wie bekannt sein dürfte, ist Spanien ein zutiefst katholisches Land und die katholische Kirche in Spanien steht auf der Seite der Konservativen und Rechtsextremen. Die Führung der katholischen Kirche findet sich regelmäßig zur Huldigung des spanischen Hitlers, General Franco, ein und ist gegen dessen Exhumierung aus einem Denkmal. Zur Not würde man den Menschenschlächter sogar in der Kathedrale von Madrid beerdigen. Der örtliche Bischof nannte den Massenmörder einen “guten Christen”.

Da die Neuwahlen nun am 28. April stattfinden, am Wochenende vor Ostern (Semana Santa = Heilige Woche), werden Stimmen laut, dass die Sozialdemokraten Ostern missachten würden. Stellenweise hört man sogar Worte, wie die Sozialdemokraten wären unchristlich und dererlei mehr. Das sind in dem Land schwerwiegende Vorwürfe, es ist sogar bei Strafe verboten, sich über die Gottesfamilie lustig zu machen.

Politiker der PP sehen es als wichtiger an, bei Prozessionen an Ostern teilzunehmen, als ihren politischen Verpflichtungen nachzukommen. Der Premier sei gegen die Traditionen des Landes, so die protofaschistischen Aussagen der PP.