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Riesendemo in Barcelona für Freilassung

In Barcelona fand am Wochenende eine Riesendemonstration für die Unabhängigkeit und ihre Akteure statt.

In Spanien sind viele Mitglieder des katalanischen Parlamentes in Gefängnissen, während der ehemalige Regierungschef, Carles Puigdemont, in Deutschland im Exil sitzt. Gegen diese weitreichenden Umstände demonstrierten am Wochenende mehr als 300.000 Menschen in Barcelona.

Sie forderten lauthals die Freilassung aller politischer Gefangengenommener, die für Kataloniens Unabhängigkeit gehandelt haben. Die neun politischen Akteure, die im Gefängnis sitzen, werden von den Demonstrierenden als Geiseln gewertet.

Währenddessen ist Katalonien blockiert und kann sich, respektive darf sich nicht mehr selbst regieren. Die Geschäfte hat die Zentralregierung in Madrid übernommen und Neuwahlen ausgerufen. Die neue Regierung wartet auf die Freilassung der Gefangenen, um weiter zu machen. Solange Puigdemont nicht in Spanien ist, kann er die Geschäfte nicht übernehmen. Kommt er aber zurück, würde er verhaftet werden.

Die Demonstration wurde auch deshalb so groß, weil nicht nur die Unabhängigkeitsparteien, sondern auch die Gewerkschaften zum Protest aufriefen. Die Unabhängigkeit von Spanien polarisiert Katalonien und die ungeschickten Handlungen der konservativen Zentralregierung machen es nur schlimmer.

Schon mit den gewaltsamen Versuchen das Referendum zu verhindern, hat man die Menschen gespalten. Jetzt ruiniert die konservative PP Katalonien, weil man es blockiert. Es blutet langsam aus und das bringt immer mehr Leute auf die Seite der Unabhängigkeitbefürwortenden. Die meisten sehen die Inhaftierung falsch und Deutschland ist der Anklage wegen Rebellion nicht gefolgt.