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Bleibt Puigdemont im Exil?

Eigentlich wollte er Katalonien als Präsident in die Unabhängigkeit führen. Nun ist sein Verbleib fraglich.

Nach dem Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien im Oktober 2017 erklärte Carles Puigdemont sein Land für unabhängig von Spanien. Weil die Zentralregierung und das Verfassungsgericht das als illegal ansehen, floh er nach Brüssel ins Exil.

Dann versuchte er seine Regierungserklärung via Videoschalte zu halten, was untersagt wurde. Er muss persönlich vorsprechen, um Regierungschef der Region Katalonien zu werden – so die Aussage des Verfassungsgericht. Die Sitzung zur Investitur (Amtseinführung) bleibt verschoben und Puigdemont sah sich verraten.

So soll er nun die Niederlage im Kampf gegen der spanischen Zentralregierung gegenüber einem Streitgenossen eingestanden haben. Der Beweis sind illegal abgehörte Nachrichten, was Puigdemont heftig kritisiert. Er habe seine Schwäche, aber er bleibe standhaft. Den Inhalt der privaten Nachrichten dementierte er nicht.

In Madrid glaubt man allerdings nicht daran, dass er aufgeben könnte.