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Sánchez fiel zwei Mal durch

Zwei Durchläufe hat Pedro Sánchez bereits durchlaufen und es gibt keine Regierung.

Eigentlich war angedacht, eine Koalition mit der Partei Podemos zu unternehmen. Sie sollte Pedro Sánchez (PSOE) zum Regierungschef küren. Doch in den Verhandlungen wollte der Chef der PSOE (Sozialdemokraten) dem kleinen Koalitionspartner keine Ministerien, oder nur solche mit wenig Prestige, anvertrauen. Daher hat sich die Partei Podemos zwei Mal enthalten und Sánchez nicht zum Premier gemacht.

Nun hat der PSOE-Chef noch Zeit bis zum September die Verhandlungen zu einem positiven Ergebnis zu führen. Die Wahrscheinlichkeit ist aber nicht besonders hoch, zumal er sagte, er sei lieber gar kein Regierungschef als einer der Spanien so vorführen würde.

Die Podemos fordern die PSOE nun auf, Sánchez als Parteichef zu entfernen, um die Regierungskoalition zu sichern. Doch einen Ersatz wird man, selbst wenn man wollte, nicht so schnell finden. Sánchez war schon einmal zurückgetreten und wurde dann wieder als Parteichef etabliert.

Sollte es bis September zu keiner Regierungsbildung kommen, würde es Neuwahlen geben müssen. Dies wollen vor allem die linken Parteien verhindern, weil man das Aufkeimen des Faschismus in Form der Partei VOX fürchtet. Die konservativen würden zweifelsohne mit diesen Kräften koalieren, was sie in Andalusien bereits exemplifiziert haben.