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BBVA: Spanische Bank und Bestechungsverdacht

Die spanische Bank BBVA wird von den Behörden durchleuchtet. Es besteht der Verdacht der Bestechung.

Die zweitgrößte Bank Spaniens, Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA), wehrte in der Vergangenheit einen Übernahmeversuch erfolgreich ab. Der Konzern Sacyr wollte die Bank feindlich übernehmen. Die Bank sträubte sich mit allen Mitteln, vielleicht auch mit illegalen, dagegen.

Daher wird die Bank nun durchleuchtet. Man sucht nach Hinweisen auf Korruption und Bestechung. Außerdem geht es um den Verrat von Betriebsgeheimnissen.

Eine zentrale Person bei diesem Vorgehen ist offenbar auch der ehemalige Polizeibeamte José Manuel Villarejo, der bereits in einigen Fällen als Beschuldigter vor Gericht saß. Er drohte sogar dem Regierungschef Sánchez, er wüßte Dinge über ihn, die er ausplaudern würde, würde er ihn nicht begnadigen. Außerdem war er in die illegale Überwachung des Chefs der Partei Podemos verwickelt. Er hatte mit einem Stab Telefone abgehört und Personen überwacht. Dazu gehörten Politiker, Geschäftsleute, Richter und Journalisten.

Die Bank soll, so die bisherige Einschätzung, die Dienste von Villarejo in Anspruch genommen haben. Offiziell will die Bank und dessen Vorstand, Carlos Torres, bei der Überprüfung mit den Behörden zusammenarbeiten. Doch das  Image der Bank litt unter den Vorfällen. Der frühere Vorstand, Francisco González, gilt als Hauptverdächtiger.

Die Überprüfung wird vom Obersten Gerichtshof (Audiencia Nacional) geleitet. Die Frage, ob die BBVA das Villarejo Unternehmen beauftragt hat, steht dabei im Zentrum der Untersuchung. Villarejo arbeitete sogar 13 Jahre lang informell für die Bank. Er soll damit zehn Millionen Euro verdient haben.

Er bewerkstelligte die Überwachung auf Auftrag durch eine Reihe von Personen, die für ihn Geheimnisse sammelten und die Leute überwachten. Er hatte offenbar Maulwürfe bei der Polizei, beim Finanzamt und bei anderen Behörden. Er sorgte dafür, dass der König Probleme bekam und auch einige Politiker.