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Regierung versus Katholische Kirche

Die Regierung Spaniens beschwert sich beim Vatikan über die Kirche im Lande und überlegt deren Steuervorteile zu kassieren.

Spanien reicht beim Vatikan eine förmliche Beschwerde gegen Renzo Fratini ein, der als Diplomat des Vatikans im Ruhestand gilt. Er sagte, die Regierung Spaniens hätte Franco wiederbelebt. Seiner Meinung nach, würde die Exhumierung den gegenteiligen Effekt haben. Was helfe es den Menschen zu wissen, dass dieser Mann einen Bürgerkrieg blutig führte, so der ehemalige Geistliche.


Franitini sprach sogar von einer ideologischen Färbung der Tat und der Bischof von Madrid erklärte, der faschistische Menschenschlächter und Massenmörder sei ein guter Christ gewesen. Der Vatikan erklärte schon zuvor, dass man sich nicht einmischen werde.

Voraus ging der Plan, den Menschenschlächter und faschistischen Diktator, General Franco, aus seinem monumentalen Grab zu bergen und an einem anderen Ort zu beerdigen.

Dies ist mehr als überfällig, wenn man bedenkt, dass der ehemalige Diktator dort auf den Gebeinen seiner Opfer liegt und noch aus dem Grab ein Anziehungspunkt für Faschisten aus ganz Europa ist. Zu den Verehrern des Massenmörders gehört auch die katholische Kirche, welche sich gegen die Exhumierung aussprach. Mithilfe der Familie Franco wollte man ihn gar in der Kathedrale von Madrid unterbringen.

Dieses Vorhaben stieß auf heftige Ablehnung, aber auch die Exhumierung wurde aufgrund einer gerichtlichen Verfügung der Familie Franco vorläufig gestoppt. Das, obwohl es seit 2007 ein Gesetz gibt, wonach die Hinterlassenschaft der Franco-Diktatur aus der Öffentlichkeit getilgt werden sollen.

Der Disput zwischen der Kirche und dem Staat im Falle Franco hat auch dazu geführt, dass man die Kirche mehr in die staatliche Kontrolle zwingen will. Die Steuervorteile sollen fallen und einige Grundstücke, die man während der Franco-Diktatur erhalten habe, sollen an die ursprünglichen Eigentümer zurückgehen.