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Medizinischer Impfkritikerin wird Tätigkeit verboten

Eine Ärztin in Spanien wurde suspendiert. Sie hatte behauptet, dass Impfen zu Autismus führen würde.

Die Welt der Verschwörungstheoretiker ist klein und so gibt es auch in Spanien Menschen, die glauben, dass impfen das pure Böse sei. Dass sich sogar eine Ärztin von dieser Hysterie anstecken lässt, hatte nun Konsequenzen.

Die Madrider Ärztekammer hat die spanische Ärztin Isabel Bellostas dafür 364 Tage gesperrt. In der Argumentation wird gesagt, dass sie trotz wissenschaftlicher Beweise solche Behauptungen in die Welt gesetzt hat. Es gäbe keine wissenschaftlich belastbare Untersuchung, die einen Zusammenhang zwischen Autismus und Impfen bewiesen hätte.

Das sei ein schwerwiegendes Fehlverhalten der Ärtzin und das habe die Bevölkerung verunsichert. Auch die Autismusverbände liefen gegen die Aussagen Sturm. Bellostas ist eine Kinderärztin, die im Privatbereich tätig und in Madrid angesiedelt ist.

Sie hat bei verschiedenen Anlässen gegen das Impfen gewettert und kolportierte, dass Impfstoffe gefährlich seien und eben zu Autismus führen würden. Sie steht auch in Kontakt mit diversen Scharlatanen, die ihren Patienten Bleichmittel als Wundermittel gegen Krebs und AIDS verabreichten. Das sogenannte Miracle Mineral Supplement ist kein Heilmittel, sondern eben ätzende Bleiche.

Außerdem soll sie den betroffenen Eltern falsche Hoffnungen gemacht haben. Sie sagte, dass es eine Heilung gegen Autismus gäbe, die aber nicht dafür ausgebildet seien. Das läuft wohl in die Richtung, dass man die Kinder nicht heilen würde, weil die Pharmaindustrie nicht profitieren würde. Eine weitere Verschwörungstheorie.

Die Ärztin ist schon lange unter Beobachtung und verstieß immer wieder gegen den wissenschaftlichen Grundkonsens und medizinischen Ethikkodex. Was nach der Sperre geschieht, ist aber unklar.