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Madrid: Neozoen in Form von Sittichen

Rund 12.000 Sittiche stören das Ökosystem in Madrid. Das Problem wird nun angegangen.

Was man in Deutschland gern im Haushalt hält, ist in Madrid zu einem massiven Problem angewachsen: Sittiche. Die Vögel haben fast die Marke von 12.000 Stück erreicht. Nun will Madrid handeln.

Der Plan, den die Stadtregierung nun vorgelegt hat, sieht vor, die Vögel in der spanischen Hauptstadt zu jagen und zu töten. Die Eier der Vögel sollen sterilisiert werden. Die Mönchsittiche stellten eine Bedrohung für das Ökosystem dar, worunter vor allem die Spatzen leiden würden. Sie vermehren sich schnell und können Krankheiten auf andere Vögel übertragen.

Der Plan soll noch im Herbst durchgeführt werden und wird mit rund 100.000 Euro Aufwand beziffert. Kritische Stimmen glauben, es gehe vor allem um den Krach, den die Vögel produzieren. Ihr Vorkommen sei auch ein Zeichen des Klimawandels, denn die eigentliche Heimat ist Südamerika.

Die große Population erklärt man sich mit dem Freilassen von ursprünglich in Gefangenschaft lebenden Tieren. Die Tiere wurden gekauft und dann frei gelassen, weil man sie nicht mehr wollte.