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Verkehrsinfrastruktur in Spanien

Auch in Spanien hat die Verkehrsinfrastruktur Probleme, das vor allem Brücken betrifft.

Wie in Deutschland, so ist die Verkehrsinfrastruktur in Teilen Spaniens marode und müsste ausgebessert werden. Doch die Sparpolitik der Konservativen hat das – wie in Deutschland auch – übersehen.

Derart sollen 66 Brücken in Spanien ernsthafte Sicherheitsprobleme haben, so das Verkehrsministerium. Die neue Regierung will das Problem in den Griff bekommen und hat entsprechende Maßnahmen ergriffen. Doch diese könnten andauern, denn nur 6,5 Prozent der untersuchten Infrastruktur ist gänzlich in Ordnung. Inzwischen wurden 17 der 66 Bauwerke repariert.

Vor allem mit Blick auf die Brückenkatastrophe im italienischen Genua, ist die Angst vor einem Kollaps einer Brücke auch in Spanien präsent. Derzeit wird eine Brücke instand gesetzt und eine weitere wird abgerissen. Bei dem Abriss handelt es sich nicht um einen Abriss wegen Baufälligkeit, sondern weil sie nicht mehr genutzt wird.

Das Verkehrsministerium hat eine Datenbank für die Verkehrsinfrastruktur erstellt, in der die Struktur, die Inspektionsroutinen und die Probleme eingetragen sind. Dort wird auch eingetragen, ob und wann eine Brücke repariert wird. Der Zugang zu der Datenbank ist aber beschränkt und soll aus Sicherheitsgründen nicht erweitert werden.

Die Verkehrsinfrastruktur wird durch einen Score bewertet, der verschiedene Kriterien umfasst. Je kleiner die Zahl ist, desto besser ist der Zustand der Verkehrskonstruktionen. Die meisten korrekturbedürftigen Elemente liegen in der Region Andalusiens. Dort sind es 34 der 66 problematischen Brücken. In Galizien liegen zehn und in Kastilien & León befinden sich neun.

Die marode Struktur ist auch eine Konsequenz der Wirtschaftskrise in Spanien. Zwischen 2009 und 2014 wurde kein Euro für die Reparatur aufgewendet. Davor waren es noch elf Millionen Euro und danach waren acht Millionen vorgesehen.

Zwischen 2009 und 2014, den schlimmsten Jahren der Wirtschaftskrise, wurde kein einziger Euro für Brückenreparaturen ausgegeben. Im Jahr 2008 hatte der Staat 11 Millionen Euro vorgesehen, 2015 waren es etwas mehr als 8 Millionen Euro. Zwischen 2014 und dem Oktober dieses Jahres hat man 116 Millionen Euro ausgegeben.

Künftig will man auch Drohnen für die Überwachung der Verkehrsinfrastruktur einsetzen.