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Spaniens Wachstum ist wackelig

Zwar wächst die spanische Wirtschaft, jedoch steht wohl eine höhere Staatsverschuldung in Aussicht.

Die Länder im Euro-Raum dürfen nicht mehr als drei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts an Schulden aufnehmen. Das soll die Kaufkraft des Euro erhalten. Die Regierung, die dagegen verstößt, muss zahlen.

In Spanien geht man davon aus, dass man in diesem Jahr 2,8 Prozent des Kreditrahmens ausschöpfen wird. Für das nächste Jahr ist sogar eine Reduktion um 0,2 Prozent vorgesehen. Letztes Jahr hatte man die drei Prozent knapp überschritten: 3,2 Prozent.

Doch sieht man das in Brüssel etwas anders. Deren Prognose nach, wird sich das spanische Defizit auf 3,6 Prozent erhöhen und 2017 auf drei Prozent reduziert werden können. Letztes Jahr lag man deren Angaben nach bei 4,8 Prozent. Diese Grenzüberschreitung würden bis zu 9 Milliarden Euro ausmachen. Darüber hinaus würden eventuell Strafzahlungen für das zu hohe Defizit fällig.

Die gute Nachricht aber ist, dass die Prognose ein robustes Wachstum der spanischen Wirtschaft vorsieht. Jedoch ist das Hauptproblem in Spanien nach wie vor die hohe Arbeitslosigkeit.