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Spaniens Korruptionsskandal | PP

Bei einer Razzia in Spanien wurden 51 Personen festgenommen. Der Skandal ist, es waren Personen aus der Politik – vor allem aus der Partei PP.

Es ging um Bestechung, wofür die halbmilitärische Polizei Guardia Civil zuständig ist. Sie nahmen 51 Personen fest und sprengten ein Korruptiossystem, in welchem Politiker, Geschäftsleute und Beamte verstrickt waren.

Dabei wurden auch Rathäuser durchsucht, wie in Madrid, Murcia, León und Valencia. Sechs Bürgermeister sind vorläufig festgenommen, einer davon war ein ranghohes Mitglied der regierenden, konservativen Partei PP: Francisco Granados. Schon letztes Jahr wurde bekannt, dass er sich ein Schwarzgeldkonto in der Schweiz gegönnt hatte. Dies war der Beginn der Untersuchung, deren Ergebnisse nun die Razzia begründeten. Auch der Mann der Tochter des ehemaligen Königs war an den Unterschlagungen beteiligt.

Der Schaden im Bereich der Städte-Services beläuft sich auf 250 Millionen Euro. Es ging um Vergabe öffentlicher Aufträge, für die Schmiergeld in Höhe von 2 Prozent bis 3 Prozent des Betrags bezahlt wurde, so die spanischen Medien.

Das ist nicht nur ein wirtschaftlicher, sondern vor allem ein Reputationsschaden – sowohl für das Königshaus in Spanien, als auch für die konservative Partei PP. Weitere Ermittlungen könnten weitere Skandale zu Tage fördern, davon gehen zumindest einige Leute in Spanien aus.

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