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Spanien ändert die Arbeitszeit

Die Regierung in Madrid will einen parteiübergreifenden Pakt für das Ende des Arbeitstages um 6 Uhr.

Um die Arbeitsverhältnisse in Spanien zu verbessern, plant die Regierung das Ende des Arbeitstags um 18 Uhr festzuschreiben. Dafür will man über alle Parteigrenzen hinweg, einen Pakt schließen. In Spanien arbeiten nicht wenige Menschen oftmals bis 20 Uhr oder länger.

Nun sucht man nach Verbündeten für den Pakt, vor allem unter den Wirtschaftsverbänden und den Gewerkschaften, so die Arbeitsministerin Fátima Báñez. Es bedürfe eines gesellschaftlichen Diskurses, um die Arbeitsbedingungen in Spanien zu verbessern. Allerdings stellt die 18 Uhr Regelung gerade für kleinere Unternehmen oder den Dienstleistungssektor eine Herausforderung dar.

Dafür müssten entsprechende Arbeitsmodelle geschaffen werden, so die Meinung von Báñez. Im Fokus dieser Überlegung stehen flexiblere Arbeitszeiten und das Home Office. Auch die Verlängerung der Elternzeit ist ein Teil des geplanten Pakets.

Die Überarbeitung sollte aber mit der Vereinheitlichung der Zeitzonen des Landes einhergehen. Denn ein Teil Spanien ist der MEZ untergeordnet, die beispielsweise auch in Deutschland gilt. Der überwiegende Teil des Landes tickt aber nach der Greenwich Zeit (GMT).

Jedoch hat Spanien auch viele Arbeitslose, vor allem unter der Jugend. So zählt man derzeit rund 4,9 Millionen Menschen ohne eine Arbeitsstelle. Zudem gibt es eine hohe Anzahl von kurzfristigen und prekären Beschäftigungsverhältnissen, die EUweit ihresgleichen sucht. Die Zeitarbeit ist ebenfalls angestiegen, wie auch die Zeitung El País berichtet.

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  • Arbeit = Trabajo

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