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Neue Erkenntnisse zur Jamnaja-Kultur vor 4.500 Jahren

Die sogenannte Jamnaja-Kultur erreicht die iberische Halbinsel vor fast 5.000 Jahren. Nun liegen neue Erkenntnisse vor…

Die Jamnaja-Kultur trägt ihren Namen vom russischen Wort für Grubengrab, denn so hat man die Toten beerdigt. Die nomadisch-lebende Kultur hat ihren Ursprung in Osteuropa und wird 3.600 und 2500 v. Chr. datiert. Sie wird zuweilen auch Glockenbecherkultur genannt.

Die Jamnaja-Kultur verfügte über damals moderne Technologien, wie beispielsweise Radkarren und zugerittene Pferde. Das erlaubte eine schnelle Fortbewegung und damit drangen diese Menschen weit vor. Vor über 4.500 Jahren erreichten sie, respektive die Nachfolgerkultur, die iberische Halbinsel. Zuvor zogen sie durch Mitteleuropa.

Wie Forschende nun glauben herausgefunden zu haben, war das Aufeinandertreffen der beiden Gruppen auf der iberischen Halbinsel nicht freundlicher Natur. So sollen die genetischen Befunde darauf schließen lassen, dass es zu keiner Vermischung des Genmaterials kam. Daher denken nun viele, dass die neu angekommene Gruppe die einheimische Bevölkerung auslöschte. Das betrifft vor allem die Männer, denn 100 Prozent der Y-Chromosomen der spanischen und portugiesischen Bevölkerung in der Bronzezeit stammen von der Jamnaja-Kultur.

Diese Kultur hatte eine hohe Aufgabenteilung, anders als die Bevölkerung der Jungsteinzeit. Die Gräber der Männer enthielten Beigaben aus Äxten und Karren – was auf eine kriegerische Zeit schließen lässt. Man mutmaßt, dass die eingewanderte Kultur über überlegenere Waffen und eine bessere Domestizierung der Pferde verfügte.

Weitere Infos findet man hier, allerdings muss man für das Lesen der Forschungsarbeit bezahlen.

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