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Faschisten demonstrieren in Madrid

Am Wochenende gingen hunderte von Faschisten in Madrid auf die Straße: Francos Todestag.

Es ist wirklich schlimm, dass es eine solche Demonstration in einer westlichen Demokratie geben darf. Sie zeigten den Hitlergruß und beschimpften die Gegendemonstration. Hunderte von Faschisten zogen durch Madrid und erinnerten auch mit dem Hitlergruß an den ehemaligen Diktator und Menschenfeind, der 1975 endlich verstarb.

Erst danach konnte sich in Spanien eine Demokratie entwickeln. Dennoch hat der Menschenfeind Franco noch viele Fans, unter anderem in der katholischen Kirche. Seit 2007 gibt es ein Gesetz, das die Verherrlichung von Franco untersagt, doch am Gedenktag dürfen diese dummen Menschen tatsächlich durch die Straßen laufen.

Derzeit wird Franco aus dem Tal der Gefallenen entsorgt. Der faschistische Müll soll per Gesetz aus dem öffentlichen Raum verschwinden. Doch die Familie des Schlechters will ihn dann in der zentralen Kathedrale von Madrid beisetzen. Die katholische Kirche in Spanien spricht von einem “guten Christen” und will die dortige Beerdigung hinnehmen.

Nur mutige Frauen der feministischen Bewegung in Spanien haben den Protest dagegen in die Medien gebracht. Sie liefen barbusig durch die Reihen der Faschisten. Auf ihrem Oberkörper stand “Legaler Faschismus, nationale Scham!” Der Todestag ist eigentlich heute am 20. November. Daher stand auf dem Rücken der Frauen “Stop 20N”.

Die Polizei zog die Frauen schnell aus der Demonstration. Die spanischen Nazis betitelten sie als “Huren” und sollten dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Sie wurde teilweise sogar handgreiflich, so auch Manuel Andrino der Möchtegern Führer der faschistischen Partei Falange.

Außerdem demonstrierten tausende gegen den Umzug der Faschisten und für die Opfer des Bürgerkrieges. Dabei ging es um die Republik oder die faschistische Diktatur. Franco gewann auch dank der Unterstützung durch Interventionen von Hitler-Deutschland und Mussolini-Italien.

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