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Balconing fordert mehr Todesopfer

In Spanien kommt es wieder verstärkt zu tödlichen Vorfällen des sogenannten Balconings.

Das sogenannte Balconing ist besonders stupide und vor allem gefährlich. Das Ziel der Übung ist es, von einem Balkon in den Swimming Pool zu springen. In diesem Jahr stieg die Zahl der Todesopfer wieder an.

Man glaubte, es sei nur eine vorüberziehende Mode, doch die Zahl der Toten beim Balconing steigt wieder an. Das neueste Opfer war ein 23jähriger Deutscher, der auf Mallorca Urlaub machte. Nach dem Genuß von ein paar alkoholischen Drinks versuchte er sich in dieser gefährlichen Übung und bezahlte das mit seinem Leben. Er sprang aus dem 12. Stock in den Tod, denn er verpasste den Pool und starb.

Es ist die sechste Person die beim Balconing in diesem Jahr starb. Letztes Jahr waren es insgesamt fünf Personen, die bei diesem Schwachsinn ihr Leben verloren.

Vier Touristen starben allein in diesem Jahr beim Sprung vom Balkon in Magaluf, ebenfalls auf Mallorca. Auch ein 14jähriger starb beim Sprung vom Balkon auf den Strand. Hier scheint sich ein Hotspot dafür entwickelt zu haben. Auch auf Ibizia kommt das immer wieder vor.

Inzwischen gibt es Geldbußen für das Verhalten, das aber offenbar wenig Wirkung zeigte. Gegenüber sechs Touris wurde auf Mallorca ein Strafe von 600 Euro verhängt. Nun versucht man es mit Sensibilisierungskampagnen – sowohl von Hotelseite, als auch durch Reiseveranstalter. Das Hotelgewerbe begann sogar gefährdete Gruppen in den unteren Bereichen des Hotels unterzubringen. Auch bauliche Maßnahmen werden inzwischen durchgeführt.

Die gefährlich-tödlichen Übungen stehen meist in Zusammenhang mit der Einnahme verschiedener Drogen – nicht nur mit Alkohol. Und es sind stets Touristen, die mit einem Übermaß an Mut und Sicherheitsabscheu, in den Tod springen.